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Auf dieser Seite finden sie Kundenstorys, Reiseberichte sowie Berichte aus unserem Werkstattalltag.
Erneute Teilnahme an der Rallye Dakar Classic â mit Startnummer 923 im Mercedes NG 2636 (6x6)
Nach einem erfolgreichen und unvergesslichen Abenteuer in der WĂŒste geht es 2025 erneut an den Start: Ich freue mich sehr, wieder Teil der legendĂ€ren Rallye Dakar Classic zu sein â diesmal erneut als Navigator und Mechaniker auf dem Mercedes-Benz NG 2636 6x6 mit der Startnummer 923 (Vorjahr 917).
Der robuste 1986er Renn-LKW ist nicht nur ein StĂŒck Motorsportgeschichte, sondern auch ein echtes Arbeitstier, das seine StĂ€rken in den anspruchsvollsten Etappen der Rallye unter Beweis stellen wird. Als Navigator und Mechaniker liegt meine Verantwortung sowohl in der prĂ€zisen Navigation durch das GelĂ€nde als auch in der schnellen technischen UnterstĂŒtzung, wenn es darauf ankommt.
Die Kombination aus WĂŒstensand, Staub, langen Etappen und der besonderen AtmosphĂ€re dieser legendĂ€ren Veranstaltung macht die Dakar Classic jedes Jahr aufs Neue zu einer Herausforderung â und zu einem Erlebnis, das man nie vergisst.
Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team die Strapazen der Strecke zu meistern, spannende EindrĂŒcke zu sammeln und das Abenteuer erneut zu leben, das nur die Dakar in dieser Form bieten kann.
Startnummer: 923
Fahrzeug: Mercedes-Benz NG 2636 6x6, Baujahr 1986
Rolle: Navigator & Mechaniker (FĂŒr 2x Renn LKW, 3x G-Klasse)
FĂŒr alle, die hautnah dabei sein möchten: Sie können der WhatsApp-Community beitreten und tĂ€glich Live-Updates von der Strecke erhalten. Hier gehtâs direkt zum Beitritt: WhatsApp Community â Dakar 923
Bleiben Sie dran â spannende EindrĂŒcke und aktuelle News gibt es hier auf der Website und direkt in der Community!
Mein Dakar-Abenteuer 2025 â Mit dem Klassiker durch Saudi-Arabiens WĂŒste
Einmal im Leben bei der Dakar mitzufahren â das war lange ein Traum. 2025 wurde er RealitĂ€t: Ich durfte als Rennfahrer und Rennmechaniker in einem historischen Rallye-LKW bei der Rally Dakar Classic in Saudi-Arabien an den Start gehen. Und was soll ich sagen? Es war hĂ€rter, schöner, wilder und intensiver, als ich es mir je hĂ€tte vorstellen können.
Back to the roots â Die Dakar Classic
Im Gegensatz zur âmodernenâ Dakar startet die Classic-Wertung mit Fahrzeugen aus frĂŒheren Rallyezeiten â also keine GPS-gestĂŒtzten Hightech-Boliden, sondern mechanische Maschinen aus den 1980er und 1990er Jahren. Unser LKW? Ein liebevoll restaurierter Klassiker, robust, laut und kompromisslos analog. Und genau das war der Reiz: Fahren nach Roadbook, Navigieren mit Verstand â und Schrauben, wann immer es nötig war.Â
Vorbereitung: SchweiĂ statt Show
Monate vor dem Start begannen die Arbeiten: Fahrwerk ĂŒberholen, Ersatzteile organisieren, Werkzeuge packen, NavigationsĂŒbungen, Streckenanalysen. Ich war nicht nur als Fahrer im Team, sondern auch als Mechaniker verantwortlich â jede Schraube musste sitzen, jede Pumpe funktionieren. In der WĂŒste ist kein Pannendienst in Sicht. Nur du, dein Team und deine Improvisation.
Saudi-Arabien: Sand, Steine, Staunen
Die Rally begann in Bisha â von dort aus ging es durch die atemberaubenden, aber erbarmungslosen Landschaften Saudi-Arabiens: endlose DĂŒnen, felsige Pisten, trockene Flussbetten und TĂ€ler, in denen man sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart verliert.
Jeder Tag brachte neue Herausforderungen: Navigation ohne Fehler, die Technik am Leben halten, die eigenen KrĂ€fte einteilen. Unser LKW kĂ€mpfte sich durch alles â mal souverĂ€n, mal mit letzter Kraft. Und wir mit ihm und unseren Schaufeln.
Schrauben in der WĂŒste
Fast jede Etappe endete fĂŒr mich nicht mit dem Zielbogen, sondern mit einer Taschenlampe in der Hand und ölverschmierten Fingern. Feder, Bremse, KĂŒhlung â irgendetwas war immer zu tun an unseren LKW oder dem 280 GE vom Teamchef Jörg Sand. Aber genau das war das Abenteuer, das ich gesucht hatte. In der WĂŒste zĂ€hlt nicht nur Geschwindigkeit, sondern Durchhaltevermögen, Teamgeist und technisches VerstĂ€ndnis.
Der Moment im Ziel
Als wir schlieĂlich nach ĂŒber 7.000 Kilometern, unzĂ€hligen Höhenmetern und unvergesslichen Erlebnissen das Ziel erreichten, war es ein Moment voller Emotionen. Stolz. Erleichterung. Dankbarkeit. Und das GefĂŒhl: Wir haben es geschafft â mit einem Klassiker durch eine der hĂ€rtesten Rallyes der Welt.
Fazit: Dakar verÀndert
Die Rally Dakar Classic 2025 hat mich verĂ€ndert. Sie hat mir gezeigt, wozu man in der Lage ist, wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert: das Zusammenspiel von Mensch, Maschine und Natur. Es war ein Abenteuer voller Staub, Schrauben, Schlafmangel â aber auch voller Freiheit, Kameradschaft und unvergesslicher Momente.
Und ja: Ich wĂŒrde es sofort wieder tun.
27.12.2024
Unsere Reise zur Rallye Dakar
Long Story Short: Im September 2024 erhielten wir einen Anruf von Jörg Sand (Automobiljournalist & Rallye Fahrer), wir hĂ€tten uns zum Auswahlverfahren zum Rennmechaniker fĂŒr die Rallye Dakar 2025 qualifiziert.
Also ging es fĂŒr uns am 29.9.25 zum Kennenlernen und AuswĂ€hlen des Gewinners aus den Besten 5 Bewerbern nach Remscheid zum Hauptsponsor Völkel Threading Solutions (Hersteller von Gewinde und Metallbearbeitungswerkzeugen).
Und ja was soll ich sagen. Wir sind dabei. Als Rennmechaniker fĂŒr den 1983er Mercedes 280 GE, der Rekration des Jacky Ickx Siegerautos.
Hier ein Beitrag des Hauptsponsors auf Instagram:
https://www.instagram.com/reel/DCBddslP21V/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==





